Die Göttin

Ich sitze im Café und schlürfe meinen Latte Macchiato. Nicht nur da habe ich eine Latte, auch unterhalb meiner Körpermitte drängt sich meine Manneskraft durch die Hose gegen den zu kleinen Tisch, denn am Nachbartisch sitzt sie.

Die eine Frau, die man nur einmal in seinen Leben sieht. Die Frau, die so voller Anmut und Schönheit ist, dass jeder Mann gerne mit ihr schlafen würde, dass jeder Mann nur in ihrer Nähe sein möchte, dass jeder Mann der Stuhl sein möchte, auf dem sie sitzt. Und genau diese Eine – diese Göttin – sitzt mir nun gegenüber und ließt eine Zeitung, während sie ihren Kaffee trinkt.

Je länger sie da sitzt, mit ihrem perfekten Körper, desto schwieriger wird es für mich, meine Augen abzuwenden und nicht zu starren, sie nicht auszuziehen, mir nicht vorzustellen wie eine Nacht mit ihr sein könnte. Es ist die Hölle und gleichzeitig der Himmel.

Jetzt winkt sie den Ober zu sich heran, offenbar will sie gehen. Sie bezahlt und kommt mit wackelnden Hüften zu meinen Tisch, mustert mich von oben bis unten, lächelt und pfeffert mir Eine mitten ins Gesicht.

Während ich meine Wange reibe, verschwindet sie mit ihrem Hüftschwung aus meinem Leben.

Wörter: 196

PS: Dank an Sahara.

This entry was posted in Kurzgeschichten. Bookmark the permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>