Rocket Jump übern Friedhof: “The Graveyard”

Ok, dies ist meine erste Kritik zu einem Spiel und da ich klein anfangen wollte, habe ich mir ein relativ kleines Spiel dafür ausgesucht: The Graveyard.

Nein, in diesem Spiel geht es nicht um einen Jungen, der auf einem Friedhof von Untoten aufgezogen wird und ist auch keine Anlehnung an dieses von Neil Gaiman geschriebene Buch (Klick). Vielmehr handelt das Spiel von einer alten Oma, die über einen Friedhof läuft. Der Spieler muss die alte Dame mit den typischen WASD-Tasten zur Bank bringen und sie dann auch in die richtige Position bringen, dass sie sich automatisch hinsetzt. Doch das dauert… und dauert und dauert, die Alte ist ja schließlich nicht mehr die Jüngste und geht mit Stock. Beim mehrmaligen Durchspielen, würde man der Dame am liebsten in den Hintern treten, um den ganzen Mist mal zu beschleunigen.

Der Weg zur Bank

War man aber schließlich geduldig genug den langen und beschwerlichen Weg über sich zu bringen, fängt die Frau an von ihren Leben zu singen. Ich persönlich habe noch nicht rausbekommen, in welcher Sprache sie das tut, glaube aber, dass das entweder Jiddisch oder Flandrisch ist. Zum Glück sind englische Untertitel eingeblendet, sonst hätte ich arge Probleme das zu verstehen. Danach darf man die Dame wieder zum Eingangstor zurückbewegen.

Was ist aber der Sinn hinter diesem Spiel? Was haben sich die Entwickler (aus Belgien übrigens und auch für The Path verantwortlich) dabei gedacht, so ein Spiel zu programmieren? Nun, der Spieler soll sich mit seiner eigenen Sterblichkeit und der damit verbundenen Unvermeidlichkeit des Todes auseinandersetzen. Dazu passt auch die relativ düstere Grafik in schwarzweiß.

Ein nettes Gimmick gibt es in der Vollversion zu bewundern: In ganz pietätloser Manier, darf man Fünf Dollar dafür zahlen, dass die Alte stirbt. Das Fiese ist, wenn die Dame tot ist, kann man das Spiel nur noch per Alt+F4 beenden, da man ja mit ihr nicht mehr zurück zum Tor laufen kann. Das Lustige daran ist, dass man Wetten abschließen kann, wann sie denn nun stirbt, das ist mit jedem neuen Spielen nämlich ein anderer Zeitpunkt.

Alles in allen, gefällt mir das “The Graveyard” von Neil Gaiman doch um einiges besser, als dieses Spiel. Vor allem deshalb, weil es für mich keinen Sinn macht den Spieler dazu anzuhalten, über seine eigene Sterblichkeit nachzudenken, da das Leben so schon deprimierend  genug ist. Ich würde keine Kaufempfehlung geben, andererseits sind Fünf Dollar fürs Sterben nun nicht so viel und in der Trial kann man die Grundelemente des Spiels immer noch benutzen. Probiert es aus und teilt mir eure Meinung mit.

[poll id="4"]

Zum Schluss noch ein “Game-Play-Movie” vom Spiel.

Zusammenfassung (man mag es mir verzeihen, aber ich suche im Moment noch passende Plug-Ins, um das alles schön in Tabellenform darzustellen:

This entry was posted in Spiele. Bookmark the permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>