Was Bildung für mich bedeutet

Im Zuge des Faches: “Multimedia” mussten wir einen Text über Bildung verfassen. Den Sinn dahinter mag sich jeder selber denken, denn ich versteh ihn nicht, aber ich will meinen Lesern mein Erguss in Textform natürlich nicht vorenthalten, deswegen habt ihr hier meinen Text.

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Ich muss zugeben, dass es mir durchaus schwergefallen ist, diesen Text zu schreiben, denn zum einen werde ich nur ungern dazu gezwungen zu schreiben und zum anderen erscheint es auch schwierig einen Text von einer Seite Länge zu formulieren. Nun ist es aber passiert und sowohl Sie als auch ich müssen mit dem Ergebnis leben.

Bildung ist ein ziemlich schwammiger und relativer Begriff, der selbst durch den Duden oder die berühmt berüchtigte Wikipedia keine eindeutige Definition bekommen hat. So spricht der Duden von Ausbildung, Erziehung, Schulung; von Allgemeinwissen, Kenntnis, Wissen oder von Formung. So bedeutet Bildung also zum einen das Wissen selber und zum anderen der Weg zu diesem Wissen.

Ich für meinen Teil halte Bildung für ein unverzichtbares Element unserer Gesellschaft, denn durch diese können wir nicht nur in Gesprächen klug mitreden, sondern können auch Problem lösen, die sich im Laufe unseres Lebens aufstellen.

Genaugenommen ist Bildung sogar ein unverzichtbares Kleinod in einer demokratischen Gesellschaft. Nur durch Wissen und die Fähigkeit zum Interpretieren können wir Lügen von Politikern, Populisten und Demagogen durchschauen und uns unsere eigene Meinung zu bestimmten Aspekten der politischen Bühne bilden und zu hinterfragen Ich würde sogar so weit gehen, und sagen, dass eine gute Bildung die Menschen daran hindern würde sich erneut in die Fänge eines diktatorischen Regimes zu bringen. Nur dadurch schaffen wir es unsere freiheitlichen demokratischen Grundordnungen zu wahren und auszubauen. Nur dadurch werden wir nicht wieder in finstere Zeiten zurückgeworfen, bei denen es an der Tagesordnung war Befehle nicht zu hinterfragen. Denn wie sagt noch ein deutsches Sprichwort: „Mit leerem Kopf nickt es sich leichter.“

Dazu nötig ist ein breites Wissen aus den verschiedensten Sachgebieten. So sollte man zu mindestens die großen Parteien und ihr Parteiprogramm kennen, zusätzlich noch Ahnung von Geschichte haben, sowohl die neuere, als auch die ältere, um aus alten Fehlern lernen zu können, das Wissen um die Texte der großen Dichter und Denker besitzen und sogar die Fähigkeit ihre Werke zu interpretieren und zu verstehen. Auch sollte man für neue Ideen und Techniken offen sein und nicht alles verteufeln, was einen erst einmal unbekannt ist. Dies gilt sowohl für Technik, als auch für andere Kulturen und neue Einflüsse im Land.

Aber wie soll man das schaffen? Der Weg dahin ist die Bildung. Unsere Kinder, Jugendlichen und auch Studenten sollte ein breites Interesse an verschiedensten Themen an den Tag legen und nicht nur bei ihrem „Fachchinesisch“ bleiben. Da muss nicht nur die Schule und Hochschule ihr äußerstes tun, um das Interesse daran bei den jungen Geistern zu wecken, sondern auch die Eltern, Gesellschaft und allen voran die Medien.

Insofern schmerzt es mich immer wieder, wenn ich z.B. sehe, was für eine Auflagenzahl die großen Boulevard-Blätter haben und welche Themen hauptsächlich im Programmen der privaten, aber auch immer mehr der Öffentlich Rechtlichen bedient werden. Und wenn ich sehe, die den Schwachsinn glauben, den ein gewisser ehemaliger Bundesbanker in seinem Buch schreibt, so könnte ich manchmal das Handtuch werfen. Wenn die Menschen mehr Bildung gehabt hätten und haben, dann würde sich vor allem der Fremdenhass nicht derart stark Deutschland ausbreiten, dann würde sowieso das typische Suchen nach einem Schuldigen der Politik und Wirtschaft sich im Sande verlaufen und die Menschen würden endlich verstehen, dass sie von den großen fünf/sechs (je nachdem) Parteien eigentlich nur verarscht werden. Dann würden die Menschen verstehen, dass in diesem Land nicht die Politiker die Politik machen, sondern die Wirtschaft, Firmen und Konzerne.

Das ist denke ich auch der Grund, warum die Medien versuchen uns mit aller Macht an ihren Doku-Soap-Mist oder ihren Casting-Sendungen zu gewöhnen. Das ist der Grund, warum das Bildungssystem in Deutschland mit zu den schlechtesten im gesamten Raum der großen Wirtschaftsnationen zählt. Wir sollen nicht denken, wir sollen nicht hinterfragen und vor allem nicht verstehen, was in diesem Lande wirklich abgeht.

Deswegen muss jeder versuchen sich so gut wie möglich selber zu bilden, möglichst viele Bücher lesen, auch mehrere zu dem gleichen Themen und gerade das Internet mit seinen Chancen ausnutzen, soweit wie es nur irgend geht.

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