Ein paar Gedanken zu Weihnachten

Ich möchte auch ein paar Worte über Weihnachten verlieren.

Wir feiern hier die Geburt eines Mannes, den man getrost als Bastard von Maria und Gott bezeichnen kann. Die Beiden waren ja nicht verheiratet. Noch dazu hat Gott anscheinend gegen seine eigenen Gebote verstoßen und seines Nächsten Weib begehrt, aber das führt jetzt auch zu weit und ich will auch gar nicht eine Diskussion anstoßen, ob die ganze Weihnachtsgeschichte wirklich Sinn macht. Wobei drei Sachen noch, die mir schon seit Ewigkeiten unter den Nägeln brennen (mit meinen eigenen Antworten):

  1. Wie ist es eigentlich möglich, dass Maria eine Jungfrau blieb, nach der Empfängnis mit Jesus. Ich meine, wer hat das festgestellt, dass sie Jungfrau war? Das Internationale Komitee der Jungfräulichkeit-Tester? Unlängst las ich dazu einen Artikel, der sich damit beschäftigte (leider habe ich den link nicht mehr). In diesem ging es darum, dass Maria eben keine Jungfrau war, sondern eine junge Frau. Diese Jungfrau-Geschichte ist nichts weiter als ein Übersetzungsfehler und hat eigentlich keine Aussage.
  2. Müsste Jesus nicht kalendarisch am 1. Januar geboren worden sein? Wenn wir anfangen ab der Geburt von eben genannten Heiland zu zählen, dann müssten er doch am ersten Tag des Jahres Geburtstag haben? Oder irre ich mich da? Natürlich ist es auch so, dass der Kalender, vor allem als der julianische in den gregorianischen Kalender gewechselt ist einige Fehler entstanden ist, als man die Daten angeglichen hat. Dadurch können dann auch solche Fehler entstehen, wie halt das falsche Datum der Geburt unseres Messias.
  3. Müsste Josef nicht Zeit seines Lebens der Depp vom Dienst sein? Seine Frau hat ihn ja immerhin betrogen, auch wenn es Gott war. Aber trotzdem musste er ein Kind großziehen, dass eigentlich nicht seins war. Armes Schwein…der Idiot in der Bibel…

Aber ich wollte ja über Weihnachten an sich herziehen (was für eine miese Überleitung).

Schon Ende August stimmen einen die Kaufhallen und Läden auf das Fest ein, in dem sie zu diesem Zeitpunkt ihr Angebot mit Weihnachts-Kram verstärken. Da gibt es Lebkuchen, Spekulatius, Schoko-Weihnachtsmänner oder Dekorationen. Man soll auf keinen Fall vergessen, dass man ja bald in diesem Konsumterror eintreten muss, um sich gesellschaftlich nicht auszugrenzen.

Schon alleine die eigenen Kinder (gut ich hab keine, bemerke es aber bei Verwandten und Freunden) machen da ordentlich mit. Da wird dem Weihnachtsmann oder den Eltern, bei älteren Kindern, eine lange Liste vorgelegt, von Dingen, die sie gerne zu Weihnachten hätten. Aus eigener Erfahrung (war ja selbst mal Kind) weiß ich, dass sich diese Wünsche meistens noch Zehnmal ändern, bevor das richtige Gewünschte dabei ist.

Nebenbei kriegt man dann noch die volle Breitseite im Dezember verpasst, wenn man das Radio oder MTV bzw. VIVA anstellt. Da ist mindestens jeder zweite Song (wenn sie denn mal laufen) ein Weihnachtslied oder ein Lied, welches mit Weihnachten zu tun hat, zu hören. Ich sage nur “Last Christmas” von Wham!

Auf den anderen Sender ist zu der selben Zeit etwa irgendeine Spendengala zu sehen. In der wird wieder fleißig die Werbetrommel gerührt, damit das dumme Volk den modernen Ablasshandel über sich ergehen lassen kann und irgendwelche Kinder in der dritten Welt, welche sie eh nicht sehen unterstützen können. Klar Kinder ziehen ja immer. Das hat uns ja schon Zensursula und Porno-Steffi gezeigt, dass man mit Kindern gut Profit schlagen kann. Ich halte es für äußerst fragwürdig zu spenden, zu mindestens bei solchen Kram. Das ganze Jahr über ist es möglich einer sozialen Einrichtung Geld zukommen zu lassen, ja sogar mit der eigenen Arbeitskraft zu unterstützen, aber gerade zu Weihnachten sitzt bei den Menschen anscheinend der Geldbeutel lockerer, beim Fest der Diebe, pardon Liebe.

Zum Schluss, am Heiligabend dann, zeigen uns die Öffentlich Rechtlichen dann wieder, wie Sinn frei die Rundfunkgebühren bei ihnen angelegt sind. Das ZDF beispielsweise zeigte gestern eine Weihnachtsmesse, wahrscheinlich in Berlin mit einen Politikern. Was ist daran so spannend einer Messe beizuwohnen, die seit geschätzten dreihundert Jahren immer wieder den selben Ablauf hat und sich auch nicht verändert? Warum muss man überhaupt bei so einem Quatsch mitmachen? Muss ich in die Kirche gehen um meinen Gott nah zu sein? Muss ich mich einer Kirche anschließen um zu glauben? Dann doch lieber das obligatorische “Stirb Langsam” auf den Privaten. Das ist wenigstens um einiges spannender, als der Mist von der Kirche.

In diesem Sinne, fröhliches Bastard-Fest. *spielt weiter FEAR*

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