Ein paar Gedanken zu Silvester

Da ich mich ja schon zu Weihnachten ausgelassen habe, werde ich nun auch zu Silvester meinen Senf ablassen.

Ich habe mir übrigens von meiner Korrektur-Fee™ sagen lassen, dass es Silvester heißt und nicht Sylvester. Wir wir ja alle wissen, geht der letzte Tag des Jahres und seinen damit verbundenen Namen auf den Papst Silvester I. oder besser dessen Todestag zurück. Im Zuge der gregorianischen Kalenderreform wurde der letzte Tag des Jahres vom 24. Dezember (der Geburt des Heiland) auf den 31. verlegt, dem Todestag eben jenen Papstes.

Schon Anfang Dezember scheint uns das Fernsehen auf den kommenden Jahreswechsel aufmerksam machen zu wollen. Man kriegt das ja auch nicht selber mit. So werden zu diesem Zeitpunkten schon mal diverse Jahresrückblicke gesendet. Wie es möglich ist über das Jahr zu resümieren, wenn es fast noch einen Monat dauert, bis es gelaufen ist, wird immer ein Geheimnis der Sender bleiben. Ich habe mir so sehr gewünscht, dass am Jahresende noch mal was richtig Großes passiert, damit die Fernseh-Heinis endlich mal schnalle, dass das Jahr verdammt noch mal noch ne Weile dauert, aber leider ist der Jahreswechsel meist relativ ereignislos.

Kurz nach Weihnachten gibt es dann endlich die Feuerwerkskörper zu kaufen. Damit der Deutsche, wahrscheinlich noch nach alten Zeiten sehnend, sich wieder ins neue Jahr sprengen kann. Da man aber nicht warten kann – es muss ja schließlich ausprobiert werden, dass die Artillerie auch ordnungsmäßig funktionieren – werden ein Großteil der Munition schon vorher verschwendet, verbraucht und zum explodieren gebracht. Da fängt Silvester schon mal am 27. an, am frühen Morgen (für die Nicht-Studenten vor 15:00 Uhr). Der Krach, den die vermeintlichen “Ghostbuster-Waffen” dabei machen weckt einen aus den schönsten Träumen und macht es unmöglich wieder einzuschlafen. So muss der geneigte Morgenmuffel seinen Tag schon voller Missmut beginnen. Im Laufe der Zeit bis zum besagten großen Jahresende werden dann immer wieder Zündungstest veranstaltet, vorzugsweise Morgens.

Am Tag selber dann kann man sich dann kaum noch retten vor Explosionen, Schüssen und Lärm. Da glaubt man wirklich, dass der Notstand ausgebrochen ist und Krieg herrscht, wobei Krieg stell ich mir lustiger vor. Bis 0:00 Uhr wird alles rausgehauen, was das Arsenal so hergibt, nur um dann ab 0:00 Uhr das richtige Feuerwerk anzufangen. Btw. ist das ganze Brauchtum mit den Feuerwerken und Krach wieder ein schönen Beispiel dafür, wie dumm die Menschen eigentlich sind. Man hat frühe wirklich geglaubt, dass sich Geister davon abschrecken lassen…

Mit den ganzen Kram könnte ich ja noch leben, wenn die Verursacher wenigstens zum Großteil ihren Müll wegräumen würden. Es scheint aber zu Mitternacht schon unmöglich den Mist wieder wegzuräumen.

Womit ich zum nächsten Thema komme, Alkohol. Wieso muss man sich noch mal die Kante geben, wenn das Jahr endet? Was ist so besonderes an dem Tag, dass man ihm im Vollrausch erleben muss? *jetzt folgen noch ein paar Flüche und Fragen, die den ganzen Text aber nicht voran bringen und deshalb hier nicht erwähnt werden müssen* Aber vielleicht bin ich da auch die falsch Person, um dahinter einen Sinn zu verstehen…

Wo ich vorhin schon mal beim Fernsehen war, muss ich natürlich auf auf das Programm vom 31. zu sprechen kommen. Ich wage es kaum zu sagen, aber das einzig wirklich brauchbare Programm hatte in diesem Jahr mit “Tilt! 2010” von und mit Urban Priol der Bayrische Rundfunk gehabt. Alles andere war totaler Mist. Den Vogel hat aber VOX abgeschossen. Wen man Daniela Katzenberger, diese Ausgeburt der Boulevard-Scheiße, die nichts anderes kann, als große, künstliche Titten und tätowierte Augenbrauen zu haben, einlädt, dann muss man sich fragen, was sich der zuständige Redakteur dabei gedacht hat oder besser geraucht hat. Ich mag keine Vorsätze, weil sie Schwachsinn sind, aber ich würde mir wünschen, dass sich zu mindestens die Fernsehmacher ein bisschen besinnen und solche “Personen” kein Medium mehr kriegen, aber das wird wahrscheinlich immer ein Wunsch bleiben in “der Diktatur des Boulevariat” (Zitat Urban Priol).

In diesem Sinne, schönes Jahr 2011.

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