Kurzer Ausblick auf das Jahr 2011

Da ich persönlich nicht mit dem Strom schwimmen wollte und somit auf einen Jahresrückblick verzichten wollte, werde ich stattdessen einen kurzen Ausblick auf das Jahr 2011 geben und was auf uns noch zukommen wird.

Sehr wahrscheinlich wird das im Februar des letzten Jahres eingeführte Zugangserschwernisgesetz stark diskutiert und man wird evtl. diesmal nicht nur die Kinder vorschieben, sondern auch die Terroristen, die uns ja im letzten Jahr extrem zugesetzt haben. Die Klage von FoeBud wird vor dem Bundesverfassungsgericht durchkommen. Das Gericht wird aber wahrscheinlich wieder sagen, dass das Urteil mit den derzeitigen Gesetzen nicht durchsetzbar, aber nicht unmöglich ist. Also versuchen unsere Politiker alles, um die Gesetze in diese Richtung anzupassen.

Das Alles wird vom neuentstandenen Ministerium für Internet ausgearbeitet. Die neue Ministerin wird Stephanie zu Guttenberg. Durch sie werden alle Inhalte, die Kindern in irgendeiner Weise schaden könnten, gesperrt. Dass die meisten diese Sperren umgehen, veranlasst sie dazu ebenfalls den Bundestrojaner einzuführen, damit stichprobenartig überprüft werden kann, ob jemand diese Sperre umgeht. Im Zuge des Kinderschutzes kriegt sie alles durch.

Das Gleiche wird bei der Vorratsdatenspeicherung passieren. Die Befürworter werden alles daran tun, dass dieses Gesetz eingeführt wird und sein es nur ein Speicherung für 3 Monate. Die letzte Mauer vor der totalen Überwachung Justizministerin Frau Leutheusser-Schnarrenberger wird wieder zurücktreten, weil sie das Gesetz nicht mittragen will.

Ganz überraschend tritt Angela Merkel zurück, mit dem Worten, dass sie sich vom politischen Geschäft erholen will. Ihr folgt, vom Bundestag bestätigt, Karl-Theodor zu Guttenberg.

Als erste Amtshandlich wird das Justizministerium eine Umbenennung erfahren und ab sofort Ministerium für Wahrheit heißen. Die Bevölkerung nennt es umgangssprachlich “Miniwahr”. Das Ministeramt für Wahrheit übernimmt Roland Koch. Das Innenministerium heißt hingegen Ministerium für Liebe (“Minilieb”) und wird mit dem Verteidigungsministerium zusammengelegt. Der Minister für Liebe wird Thomas de Maizière.

Westerwelle wird weiter Außenminister und FDP-Chef bleiben, denn jemand wie Westerwelle geht nicht einfach so von Bord, wenn das Schiff mal am sinken ist. Er wird sich einen Eimer schnappen und vergebens versuchen den einfließenden Wassermassen kontra zu geben. Die FDP sinkt währenddessen in die Bedeutungslosigkeit und prügelt sich mit Die Freiheit um die Wähler.

Die Forderungen unseres Verkehrsministers Ramsauer nur noch deutsche Begriffe zu verwenden wird auch in anderen Ministerien umgesetzt. Ab sofort herrscht Deutschland weit sogar ein Englisch-Verbot. Ramsauer wechselt das neu entstandenen Ministerium für deutsche Sprache und Kultur. Damit versucht er jegliche Einflüsse von anderen Ländern zu unterbinden, notfalls mit Polizeigewalt.

Dabei streitet er sich mit dem Minister für Wirtschaft Rainer Brüderle, der unbedingt den Fachkräftemangel beseitigen will, indem er ausländische Facharbeiter integriert. Man einigt sich nach einigen Wochen darauf, nur Österreicher und Schweizer ins Land zu lassen.

Die Freiheit wird immer mehr an Bedeutung gewinnen. Durch die von Sarrazin aufgestellte Thesen und den damit verbundenen Zuspruch der breiten Masse wird die Partei immer mehr Mitglieder kriegen und schlussendlich gleichauf mit den Piraten liegen. Aaron Koenig hingegen wird sich schon sehr schnell von der Partei lösen, da sie ein Großteil seines Konzeptes nicht übernommen hat. Er zieht weiter zu neuen Ufern und gründet erneut eine neue Partei, diesmal die Koenig-Partei.

Die Piraten aber werden in der Bedeutungslosigkeit versinken, da sie mehr damit beschäftigt sind, sich um das Liquid Feedback, BGE oder dem Ort des Bundesparteitag zu streiten, als wirkliche Arbeit gegen ein Überwachungsstaat zu leisten. Ihnen gehen sowohl die Mitglieder, als auch die Wähler abhanden und werden als kleine Randnotiz in die Geschichte eingehen.

Es wird eine School Shooting (der Fachbegriff für den Amoklauf an einer Schule, ist einfach nicht so populistisch) an einer Realschule geben. Der Täter wird ein 17 Jähriger Junge sein, der wie viele andere in seinem Alter auch gewalthaltige Computerspiele spielt. Erneut bricht eine Diskussion über den Sinn von Gewalt in Computerspielen vom Zaum, allen voran die Bild. Der selbsternannte Computerspielexperte Prof. Dr. Christian Pfeiffer kommt aus dem schwadronieren nicht heraus und wird neuer Minister für neue Medien mit Ausnahme des Internets (“Minimed”) der Bundesrepublik, obwohl SPD. Der Jugendschutz wird im Zuge dieser Diskussion nochmals verschärft. Ab sofort werden Spiele schon ab 18 eingestuft, wenn bei ihnen auch nur ein Mensch ums Leben kommt. Wie, ist egal. Die Videospieleindustrie stellt sich darauf ein und ändert die deutsch Version so ab, dass alle Menschen und menschenähnlichen Charakter als Roboter bezeichnet werden. Die vorherigen Spiele sind alle Konsequent ab 18 und müssen an das Ministerium für neue Medien mit Ausnahme des Internets abgeben werden.

Mit dem neuem Ministerium wird auch die Arbeit der Medienpädagogen zunehmend schwerer und die Meisten verschwinden. Nur in Erfurt scheint es ein Institut zu geben, das trotz alledem noch weitermacht, Spawnpoint. Sie versuchen immer wieder mit Gegenstudien zu beweisen, dass man kein klares Bild um gewalthaltige Computerspiele zeichnen kann. Minister Pfeiffer aber will das nicht hören und verbietet schlussendlich alle weitere Forschung in diesem Bereich.

Am Ende des Jahres bereit sich Kanzler zu Guttenberg darauf vor, zusätzlich das Amt des Bundespräsidenten zu übernehmen, nachdem der vorherige Bundespräsident seinen Rücktritt bekannt gegeben hat, mit dem Worten, dass er sich vom politischen Geschäft erholen will.

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Dem geneigten Leser mag es aufgefallen sein, dass das hier reine Satire ist. Pfeiffer als Minister, obwohl er der SPD angehört, ist auch zu abwegig… ^^

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