Neues aus dem Archiv: Mein Beitrag zum ArtworksContest

Wie bereits schon erwähnt, habe ich eine Vernissage zum ArtworksContest aufgebaut. An diesem Contest nahm ich auch Teil, mit folgenden Beitrag aus dem Spiel Dragon Age. Habe es übrigens mit in die Ausstellung geschafft.

Einreichung

Die Liebe

Erneut nehme ich die Liebe. Meine Intention hinter diesen Bild soll sein, dass sich jeder mal über die Liebe Gedanken macht.

Das Wort Liebe kommt aus dem mittelhochdeutschen und bedeutet “Gutes, Angenehmes”. Also schon in seiner Wortherkunft wird die Liebe als etwas Gutes bezeichnet. Nun ist die Frage, wie das mit meinem Bild übereinstimmt, denn ich habe ganz bewusst einen Screenshot mit “feuriger Unterstützung” gewählt, aber alles schön der Reihe nach.

Was sehen wir: Wir sehen zwei Personen. Die eine Person ist männlich, die andere weiblich. Offensichtlich ist der Mann kleiner, als die Frau. Ohne Zweifel sieht er mit seinem Bart und den Muskeln durchaus männlich aus, aber dennoch geht von ihr eine durchaus größere Kraft aus, als von ihm. Es schein fast so, als würde sie ihm Dinge einflüstern, ihn versuchen zu verführen. Er selbst steht unbeteiligt, ja fast Roboterhaft da , und hört sich die Dinge an, die die Frau hinter ihm erzählt. Er scheint von ihr abhängig zu sein.

Durch die Aufnahme am Feuer, wirkt die ganze Szenerie bedrohlich und gefährlich. Ist sie oder er für das Feuer verantwortlich? Hat er für sie Chaos veranstaltet, gemordet? Ist sie eine böse Hexe, die mit ihm versucht ihre Ziele zu erreichen (aus Sicht der Handlung des Spiels ist das gar nicht mal so weit entfernt)? Schlussendlich können wir uns nur über die Bedrohung sicher sein, welche zu der Frage führt, was das mit der Liebe zu tun hat.

Nun denke ich, dass man vor allem bei so einen starken Gefühl wie der Liebe aufpassen muss, wem man seine Gefühle schenkt, sonst wird aus der guten, wunderschönen Fee, schnell die böse alte Hexe und man ist selbst durch die Blindheit der Liebe und die Abhängigkeit in einem Kreis gefangen, bei dem oft nur noch der Selbstmord hilft.

Anhang

Die Liebe von Christian Beuster

Ich habe lange überlegt, welchen Beitrag ich zum Artworks-Contest einreiche welcher Screenshot am ehesten meine eigene Meinung, meine eigene Emotionalität wiederspiegelt. Schlussendlich habe ich mich entschieden, den Beitrag: “Liebe” innerhalb der Community zu nehmen, schon allein aus dem Grund, weil durch ihn ein interessantes Gespräch zwischen Martin Geisler und cilly2 stattfand. Des weiteren bin ich in meiner Funktion als Spieler auf folgendes Zitat aus “Bioshock 2″ gestoßen: “Liebe ist nur eine chemische Reaktion. Wir geben ihr bewusste eine Bedeutung.”
Die Entstehungsgeschichte

Man mag es mir verzeihen, dass ich keine Skizzen oder Stichpunktartige Aufstellungen mit beigefügt habe, aber ein Großteil meiner Ideen kommen relativ spontan und außerdem kann ich auf von mir gezeichneten Skizzen eh nichts erkennen.

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1. Das war der erste Entwurf, wie er auch in der Galerie zu finden ist. Wie gesagt, habe ich ihn zufällig entdeckt. Theoretisch hätte ich ihn so abliefern können, aber ich wollte sehen, ob ich noch mehr aus dem Spiel, aus den Bildern und aus meinen interpretatorischen Fähigkeiten herausholen kann.

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2. An dieser Stelle überlegte ich mir, ob man nicht evtl. Liebe zeigen könnte, ohne auf das Thema Sex einzugehen. Dies ist hier vor allem Dingen im Zusammenhang mit den Waffen auf den Schultern der im Vordergrund stehenden Person interessant. Selbst im schrecklichsten Krieg, in größter Gewalt und Not entsteht noch so etwas wie die Liebe.

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3. Der zweite Screenshot gefiel mir aber auch nicht, da ersten sie nicht richtige zu erkennen ist und zweitens auch die Handlung (der Kuss) an sich, weitestgehend im Dunkeln bleibt. Also versuchte ich ein Bild zu machen, welches den Kuss besser zeigt oder zu mindestens besser erahnen lässt, was gleich passiert. So habe ich dieses Bild geschossen. Im diesem steht vor allem ihr Blick im Vordergrund, der meiner Meinung nach schon ziemlich gut das Thema Liebe wiederspiegelt. Zusätzlich durch seine Hände, welche sich anscheinend um ihre Wangen legen, erschien mir die Liebe doch ganz gut eingefangen. Übrigens ist das Charakter-Wechsel beabsichtigt, da ich mit unterschiedlichen Modellen arbeiten wollte.

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4. Danach wollte ich komplett davon weggehen, dass Liebe nur per se etwas Gutes ist und fragte mich, ob man evtl. ein Beitrag bringen sollte, der mehrere interpretatorische Ansätze zu lässt. Deswegen habe ich das Modell beibehalten (der übrigens ein Zwerg ist) und mir überlegt, wie ich seine körperliche Größe evtl. einbringen könnte und bin zu den Entschluss gekommen, dass man in diesen Bild eher eine Meisterin-Sklave-Beziehung erkennt. Sie prüft nochmal die Fesseln um seine Hände, während er schon halb gespannt, halb ängstlich der Zukunft entgegen wartet.
Screenshot20091118041524017

5. Schlussendlich hatte ich die finale Version, wie sie mir selber auch gefällt. Die Erklärungen dazu, habe ich in meinen Beitragstext mit begefügt.

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