Causa Goldman–Christian und Isaac: Kapitel 1 – Das erste Opfer (Teil 1)

Es war Anfang März des Jahres 1889 in Whitechapel. Vor einem Haus im Stadtteil versammelte sich eine Menschenmenge. Offenbar passierte da gerade was. Im Innern des Hauses, anscheinend eine Pension, versuchte die Polizei eine Tür zu öffnen.

Die Polizei brach die Tür nach mehreren Versuchen auf. Inspektor Frederick Abberline von Scotland Yard betrat als erster den Raum und sah rot. Rotes Blut. Blut überall. An den Wänden. An den Fenstern. Auf dem Boden. Auf dem Bett. Und es stank bestialisch.

Abberline hustete und hielt sich ein Taschentuch vor sein Gesicht: „Constable?“

Constable Christian Goldman kam nach ihm rein. „Oh Gott.“

„Das ist die falsche Stelle.“, sagte der Inspektor bitter und versuchte möglichst nicht mit seinen neuen Schuhen in das Blut zu treten, „Hier ist der Teufel zuständig.“

Sein junger Untergebene würgte und murmelte: „So viel Blut…“  Es war der erste Einsatz für den jungen aufstrebenden Polizisten in der Mordkommission.

„Beruhigen Sie sich Constable und sagen Sie mir wem dieses  Zimmer gehört!“, herrschte der Inspektor den jungen Constable an. Er mochte Goldman nicht. Goldman klang jüdisch und er hasste Juden.

Dieser starrte auf das Blut, bis er bemerkte, dass der Inspektor ihn böse ansah. Er antwortete: „Ähm, ja, ähm. Elizabeth Jackson, Sir. Sagt zu mindestens der Vermieter. Eine ähm Dame von zweifelhafter Moral…“

Das hatte sich Abberline schon gedacht.

„Gehen Sie raus und beruhigen Sie die Menge und sagen Sie der Spurensicherung, dass sie jeden noch so kleinen Zentimeter durchkämmen soll. Ich will alles in diesen Raum als Beweismittel. Und kein Wort zur Presse.“, befahl er.

Er hoffte inständig, dass Elizabeth noch lebt, glaubte aber nicht mehr dran.

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Blut strömte aus dem Armstummel von Elizabeth Jackson. Ein Menge Blut. Sie lag nackt an Beinen und Armen gefesselt – jetzt nur noch ein Arm – auf ihrem Bett. Vor ihr stand ein Mann, ein großer Mann. Sie konnte sein  Gesicht nicht erkennen. Er trug eine Maske, ehemals weiß, jetzt rot.

Sie weinte, weinte vor Angst und Schmerz.

„Bitte ich habe doch nichts getan…!“, flehte sie ihren Peiniger an. Sie wollte weg hier, in Ohnmacht fallen, ja sogar ihren Peiniger mit Sex bestechen. Alles, damit diese Pein aufhört.

„Hm, der Arm ist 24 und einen halben Zoll lang. Standardgröße. Du bist nicht befriedigend! Dein Arm ist zu kurz! Hoffentlich sind  deine Beine gut genug.“, murmelte er und kam erneut mit der Axt auf sie zu. Sein langer schwarzer Mantel war voll von Blut und schleifte schwer über den  Boden.

„Neeeeiiiiinnnn.“, schrie Elizabeth. Der Täter lächelte. Er mochte es, wenn seine Opfer schreien. Das gab ihm ein Gefühl der Macht, der Stärke. Er bekam eine Erektion, die nur mühsam von seiner zu engen Hose zurückgehalten wurde.

Genug geschaut. Taten warten. Ich muss das zu Ende bringen.

Er holte mit seiner Axt aus und…

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Will und Sarah wollten den schönsten Tag seit Monaten verbringen. Erst wollten sie ein romantischen Frühlingsspaziergang an der Themse entlang machen und dann ein Essen in der besten Taverne in Whitechapel.  Dafür hatte Will extra gespart. Drei Monate lang, um mit ihr Essen zu gehen. Etwas Schöneres konnte er sich aktuell nicht vorstellen. Das Wetter war an diesem Märzmorgen aber auch wunderbar für einen Spaziergang. Es lag kaum Nebel über der Stadt und die Sonne bemühte sich eifrig die letzten Reste zu vertreiben.

Sie gingen gerade an der Themse entlang – Arm in Arm, als sie etwas Weißes sahen, etwas Bleiches am Flussufer im Schilf. Sie näherten sich dem Gegenstand.

Sarah fing an zu schreien. Will schickte sie wieder zurück. Sie solle die Polizei holen. Er selber ging vor, um den Fund genauer zu begutachten. Das Bleiche stellte sich als Teil eines abgetrennten Armes heraus. Daneben war noch ein Arm, auch abgetrennt, ein Kopf, Teile des Gehirns schauten raus und ein geöffneter Torso, in dessen Innern einige Organ rausschwammen. Eine Frau. Die Beine fehlten.

Will übergab sich.

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Wieder vermaß der Täter einen Körperteil.

„30 Fuß. Sehr schön. Genau die richtige Größe. Du bist ein gutes Mädchen.“, sprach er und blickte lächelnd in Richtung Elizabeth.

Sie wimmerte nur noch: „Warum tun Sie das?“ Sie hatte aufgegeben und hoffte auf dem Tod.

„Warum ich das tue? Weil es die einzige Möglichkeit zum Überleben ist!“, schrie der Täter das Mädchen an, „Weil es das Einzige ist was zählt! Und jetzt…hol ich mir dein anderes Bein.“

Wieder ging er mit der Axt auf sie zu. Sehr zu seinem Leidwesen machte sie keine Anstalten mehr zu schreien.

Muss es eben ohne gehen.

Wieder hob der die Axt…

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Scotland Yard kam schnell zum Flussufer. Natürlich, denn diesmal waren sie ja in Bereitschaft.

Abberline war wieder der Erste vor Ort und schaute sich den  Fund genauer an. Er stocherte mit seinen Messer in dem Torso rum, als versuchte er etwas zu finden. Entnervt gab er nach mehreren Minuten auf. Scheinbar hatte  er nicht das gefunden, was er suchte.

„Goldman!“, schrie er.

Dieser hatte sich ein bisschen weiter vom Tatort gestellt. Er wollte die Leiche nicht sehen. Deswegen ist er nicht Polizist geworden. Er wollte den Menschen helfen und nicht Tote begutachten. Wohl wissend, dass der Inspektor in letzter Zeit nicht allzu viel Geduld hat, lief er trotzdem sofort zum Inspektor: „Ja?“

„Sagen Sie den Jungs von der Spurensicherung, dass sie Ausschau nach der Gebärmutter halten sollen und lasse sie ein Foto vom Kopf machen! Das können Sie dann dem Vermieter von dieser Jackson zeigen.“, befahl er wütend, während er weiter auf die Leiche schaute.

Der Constable versuchte nicht auf die toten Überreste der Frau zu schauen: „Gebärmutter, Sir? Sie glauben doch nicht, dass…?“

Der junge Polizist hatte genug Fallakten gelesen, um zu wissen, dass eine entfernte Gebärmutter nur eines bedeuten kann. Manchmal  fragte Abberline sich, warum es überhaupt noch so etwas wie Geheimhaltung bei Scotland Yard gibt, wenn anscheinend jedes dahergelaufenes jüdisches Weichei die Geheimakten lesen kann. Sollen sie doch gleich einmal in der Woche alle Akten der Presse übergeben, so dass sie das Beste herausschreiben können.

Er schaute seinen Untergeben an, als wolle er ihn allein durch den Blick töten, bevor er erwiderte: „Doch das glaube ich.“

„Und was machen Sie in der Zwischenzeit, Sir?“, fragte Goldman unbedarft.

„Ich weiß nicht, was Sie das angeht, aber wenn Sie es unbedingt wissen wollen… Ich werde zum Präsidenten gehen und ihn überreden Freiherr von Blankenfelde herzubeordern.“, antwortete er, stand auf und verließ den Tatort.

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4 Responses to Causa Goldman–Christian und Isaac: Kapitel 1 – Das erste Opfer (Teil 1)

  1. menschohnenamen says:

    Zuspaet gesehen.
    Also ein zweiter Kommentar.

    Ich verstehe nicht, was der Prolog mit dem Kapitel zutun hat, da solltest du noch einen Bogen spannen.
    (Vorausgesetzt, das gehört zusammen und ich mach mich nun nichtzum Obst, weil mein Handy die Site nicht richtig anzeigt)

    Gut gelungen ist die Einführung der drei handlungsschwerpunkte.
    Jede einzelne gefällt mir, weil es unterschiedliche Charaktere sind. Mit einem guten Charakterdesign können sie was besonderes werden.
    Vorallem dieses judenhasser ding. Jaja politisch inkorrekt aber voll mein ding.

    Nur mit der Axt bin ich nicht einverstanden.
    Der Mörder? scheint mit perfektionistischem Hintergrund die Gliedmaßen zu entfernen.
    Eine Axt ist zu unpräzise. Zuviel Kraftaufwand ausserdem. Der nicht beschrieben wurde.

    Einige Stellen finde ich nicht ganz sauber. Aber mit Smartphone ist das zu anstrengend.
    Vielleicht mache ich mir morgen die mühe.

  2. menschohnenamen says:

    Zuviel Zeit… naja.

    Es war Anfang März des Jahres 1889 in Whitechapel. Vor einem Haus im Stadtteil versammelte sich eine Menschenmenge. [b]Offenbar passierte da gerade was.[/b]

    => danke für den Wink mit dem Zaunpfahl, da wäre deine Leserschaft nie drauf gekommen…
    Umformulieren oder streichen:

    Im Innern des Hauses, anscheinend eine Pension, [b]versuchte die Polizei eine Tür zu öffnen.

    Die Polizei brach die Tür nach mehreren Versuchen auf.[/b]

    => hier kannst du mehr herausholen. Wie versucht die Polizei das; welche Geräusche sind zu vernehmen; wie verhält sich die Menge; was dringt zu der Menge durch; was macht es der Polizei so schwer, die Tür zu öffnen….?

    Inspektor Frederick Abberline von Scotland Yard betrat als Erster den Raum und sah rot.

    => plakativ, ich glaube ich weiß, was du damit versuchen wolltest. Passt trotzdem nicht.

    Rotes Blut.

    => Der “weiße Schimmel”… naja. Finde ich als Stilmittel nicht so gelückt.

    Blut überall. An den Wänden. An den Fenstern. Auf dem Boden. Auf dem Bett. Und es stank bestialisch.

    => gut finde ich die kurzen Sätze. Auf jeden Fall beibehalten.

    Abberline hustete und hielt sich ein Taschentuch vor sein Gesicht: „Constable?“

    Constable Christian Goldman kam nach ihm rein. „Oh Gott.“

    => Punkte gehören nicht in “blablabla”, sondern erst danach. Ausrufezeichen und Fragezeichen jedoch schon.

    „Das ist die falsche Stelle.“, sagte der Inspektor bitter und versuchte möglichst nicht mit seinen neuen Schuhen in das Blut zu treten, „Hier ist der Teufel zuständig.“

    => Mh. Mh mh mh… nein. Des Inspektors Handlung ist gut. Das was er sagt ist… Allerweltskrimi.
    Das nutzt nicht mal der “Tatort” mehr.

    Sein junger Untergebene würgte und murmelte: „So viel Blut…“ Es war der erste Einsatz für den jungen aufstrebenden Polizisten in der Mordkommission.

    => hier könnten ein paar Worte zum Constable fallen. Wer ist er? Wie alt? Wie sieht er aus?

    „Beruhigen Sie sich Constable und sagen Sie mir wem dieses Zimmer gehört!“, herrschte der Inspektor den jungen Constable an. Er mochte Goldman nicht. Goldman klang jüdisch und er hasste Juden.

    Dieser starrte auf das Blut, bis er bemerkte, dass der Inspektor ihn [b]böse[/b] ansah.

    => Verärgert passt besser. Böse klingt in dem Satz so kindlich und nimmt der Situation die Grausamkeit.

    Er antwortete: „Ähm, ja, ähm. Elizabeth Jackson, Sir. Sagt zu [b]mindestens[/b] der Vermieter. Eine ähm Dame von zweifelhafter Moral…“

    => es heißt: zumindest. Zumindestens gibt es nicht.
    Wenn es schon eine Frau ist, bitte auch “Vermieterin”.

    Das hatte sich Abberline schon gedacht.

    => Warum hat er sich das gedacht? Warum ist die Vermieterin dubios? Anhaltspunkte? Vielleicht auch schon früher auf die Vermieterin eingehen, damit der Leser deinen Gedanken, deiner Szene im Kopf folgen kann.
    Bislang gab es auch noch keine Beschreibung vom Inspektor. Schreibe nicht nur, sondern gestalte mit den Worten.

    „Gehen Sie raus und beruhigen Sie die Menge und sagen Sie der Spurensicherung, dass sie jeden noch so kleinen Zentimeter durchkämmen soll. Ich will alles in diesen Raum als Beweismittel. Und kein Wort zur Presse.“, befahl er.

    => Das ist auch wieder so Allerweltskrimi.
    Wenn du den Inspektor genau so haben willst, wie geschätzte 100000 andere Inspektors in Büchern, dann überspitze ihn. Und führe den Faden weiter.
    Dafür solltest du die Beschreibung des Inspektors weiter an den Anfang setzen und die “Allerweltskrimi-Inspektormanier” hervorheben.

    Er hoffte inständig, dass Elizabeth noch lebt, glaubte aber nicht mehr dran.

    => Dass da nur Blut, aber kein Mensch ist, sollte auch schon früher erwähnt werden.
    Nun stellt sich die Frage:
    Warum hat die Polizei dann Mühe, die Tür aufzubrechen? Führen offensichtliche Blutspuren durchs Fenster/ zur Tür ? (Das in diesem Kapitel andeuten und später ausführen).
    Da fehlt ein bisschen die Logik. Ich denke/hoffe, ich greife dir vorweg, aber das solltest du aus dem folgenden Kapitel teilweise hierrein verlagern. Damit der Plot stringent bleibt und die Leser dir folgen können.

    ———————————————————–

    Blut strömte aus dem Armstummel von Elizabeth Jackson. Ein Menge Blut. Sie lag nackt an Beinen und Armen [b]gefesselt – jetzt nur noch ein Arm – [/b] auf ihrem Bett.

    => ich würde das “gefesselt” hinter den Einschub stellen. Hört sich beim Lesen besser an.
    Ihr Bett? Kann doch gar nicht sein, sie ist ja nicht mehr in der Pension.

    [b]Vor ihr stand ein Mann, ein großer Mann.[/b] Sie konnte sein Gesicht nicht erkennen. Er trug eine Maske, ehemals weiß, jetzt rot.

    => Thaaa….nein. Gestalte den Mann. Das, was du versucht hast, wirkt beim Lesen nicht.
    Es wird nicht deutlich, was du wohl ausdrücken wolltest. Wenn du damit nichts ausdrücken wolltest, ist der teil mit dem “großen Mann” überflüssig.

    Sie weinte, weinte vor Angst und Schmerz.

    => da muss der Typ ja viel von seinem Handwerk verstehen, damit sie noch weinen kann, wenn ihr eine Hauptarterie durchtrennt wurde…
    Ich schließe an meinen 1. Kommentar an: Mit einer Axt ist das nicht möglich.
    Gestalte den Mörder im Verlauf der Handlung, warum er genau weiß, wie er vorzugehen hat, damit die Person trotz “grobschlächtiger Amputation” noch in der Lage ist, zu weinen.

    „Bitte ich habe doch nichts getan…!“, flehte sie ihren Peiniger an. Sie wollte weg hier, in Ohnmacht fallen, ja sogar ihren Peiniger mit Sex bestechen. Alles, damit diese Pein aufhört.

    => Sorry, aber das ist so dermaßen schlecht, dass es fast lächerlich wirkt. Du be-schreibst. Gib deinen Lesern die Emotionen. Lass sie mitempfinden.
    Bitte komplett ändern. Und bei deinen Dialogen insgesamt bitte weniger “Allerweltskrimi Gefasel”.

    „Hm, der Arm ist 24 und einen halben Zoll lang. Standardgröße. Du bist nicht befriedigend! Dein Arm ist zu kurz! Hoffentlich sind deine Beine gut genug.“, murmelte er und kam erneut mit der Axt auf sie zu. Sein langer schwarzer Mantel war [b]voll von Blut[/b] und schleifte schwer über den Boden.

    => Vielleicht lieber eine Formulierung wie: Sein langer schwarzer Mantel schien an einigen Stellen noch dunkler zu sein durch E. Blut und… – irgendwie sowas.

    „Neeeeiiiiinnnn.“, schrie Elizabeth. Der Täter lächelte. Er mochte es, wenn seine Opfer schreien. Das gab ihm ein Gefühl der Macht, der Stärke. Er bekam eine Erektion, die nur mühsam von seiner zu engen Hose zurückgehalten wurde.

    Genug geschaut. [b]Taten warten[/b].

    => das hast du doch von Bodo Wartke geklaut :D
    Sorry, die Szene ist für mich nun kaputt, weil ich vor Augen habe, wie Bodo seine Frau mit der Axt umbringen möchte … “Ja Schatz, ich weiß du hast recht…”
    Ich hoffe, deine Leser kennen ihn nicht :D

    Ich muss das zu Ende bringen.

    Er holte mit seiner Axt aus und…

    => mieser Cliffhanger. Lass das “und…” weg.
    Weniger wirkt manchmal mehr.

    ———————————————————–

    Will und Sarah wollten den schönsten Tag seit Monaten verbringen. Erst wollten sie [b]ein[/b] romantischen Frühlingsspaziergang an der Themse entlang machen und dann ein Essen in der besten Taverne in Whitechapel.

    => einen. Und da fehlt nach Whitechapel ein Verb.

    Dafür hatte Will extra gespart. Drei Monate lang, um mit ihr Essen zu gehen. Etwas Schöneres konnte er sich aktuell nicht vorstellen.

    => Warum musste Will sparen? Wie sind die Verhältnisse, warum ist es so etwas besonderes?

    Das Wetter war an diesem Märzmorgen aber auch wunderbar für einen Spaziergang. Es lag kaum Nebel über der Stadt und die Sonne bemühte sich eifrig die letzten [b]Reste[/b] zu vertreiben.

    => Reste passt jetzt nicht so. Wie wäre es mit “Wolkenschleier” oder so? Passt besser in die romantische Atmosphäre, als ein Wort, dass mich an “Müll” erinnert.

    Sie gingen gerade an der Themse entlang – Arm in Arm, als sie etwas Weißes sahen, etwas Bleiches am Flussufer im Schilf. Sie näherten sich dem Gegenstand.

    => Neugier wäre nun ein passender Faktor. Warum sonst gehen sie sich das angucken? Was sehen sie? Dialog, Spekulation, bitte.

    Sarah fing an zu schreien. Will schickte sie wieder zurück. Sie solle die Polizei holen. Er selber ging vor, um den Fund genauer zu begutachten. Das Bleiche stellte sich als Teil eines abgetrennten Armes heraus. Daneben war noch ein Arm, auch abgetrennt, ein Kopf, Teile des Gehirns schauten raus und ein geöffneter Torso, in dessen Innern einige Organ rausschwammen. Eine Frau. Die Beine fehlten.
    Will übergab sich.

    => Wie viele Menschen schicken in dem Moment die Freundin die Polizei holen, während sie vermutlich unter Schock steht und kein Wort herauskriegt?
    Und: wie viele Menschen können das sehen ohne eine Reaktion zu zeigen? (Dieser kurze Satz am Ende ist ja nun nicht wirklich Reaktion… ).

    Hier hast du es ausnahmsweise umgekehrt gemacht. Gute Szenenbeschreibung. Aber leider a) die Emotionen vergessen und b) passt das in dem Fall meines Erachtens leider nicht.
    Lieber jetzt etwas knapper und den Leser nebenbei auf die Folter spannen und dann beim nächsten Polizistenhandlungsstrang die Info einflechten.

    ———————————————————–

    Wieder vermaß der Täter einen Körperteil.

    „30 Fuß. Sehr schön. Genau die richtige Größe. Du bist ein gutes Mädchen.“, sprach er und blickte lächelnd in Richtung Elizabeth.

    Sie wimmerte nur noch: „Warum tun Sie das?“ Sie hatte aufgegeben und hoffte auf dem Tod.

    => Dann würde sie nicht fragen.
    Es wirkt ein bisschen unglaubwürdig, dass sie mit einem amputierten Arm und Bein noch immer irgendetwas fragt.
    Beschreibung der Augen oder ihrer Körperhaltung drücken auch sehr viel aus.

    „Warum ich das tue? Weil es die einzige Möglichkeit zum Überleben ist!“, schrie der Täter das Mädchen an, „Weil es das Einzige ist was zählt! Und jetzt…hol ich mir dein anderes Bein.“

    => Für die Zukunft: Das ist die Stelle, in der Erklärungen abgegeben werden können. Zu seinen Gedanken, seinem Verhalten.
    Bau dem Täter doch eine Marotte ein. Dass er bestimmte Bewegungen immer dreimal macht oder bei bestimmten Handlungen eine Geste/Geräusch macht.
    Das macht Charaktere einzigartig.

    Wieder ging er mit der Axt auf sie zu. Sehr zu seinem Leidwesen machte sie keine Anstalten mehr zu schreien.

    Muss es eben ohne gehen.

    Wieder hob der die Axt…

    ———————————————————–

    Scotland Yard kam schnell zum Flussufer. Natürlich, denn diesmal waren sie ja in Bereitschaft.

    => Was heißt “diesmal”? Sind sie sonst unpünktlich? Wenn ja, warum?

    Abberline war wieder der Erste vor Ort und schaute sich den Fund genauer an. Er stocherte mit [b] seinen[/b] Messer in dem Torso rum, als versuchte er etwas zu finden.

    => seinem

    Entnervt gab er nach mehreren Minuten auf. Scheinbar hatte er nicht das gefunden, was er suchte.

    „Goldman!“, schrie er.

    Dieser hatte sich ein bisschen weiter vom Tatort gestellt. Er wollte die Leiche nicht sehen. Deswegen ist er nicht Polizist geworden. Er wollte den Menschen helfen und nicht Tote begutachten. Wohl wissend, dass der Inspektor in letzter Zeit nicht allzu viel Geduld hat, lief er trotzdem sofort zum Inspektor: „Ja?“

    „Sagen Sie den Jungs von der Spurensicherung, dass sie Ausschau nach der Gebärmutter halten sollen und [b]lasse [/b]sie ein Foto vom Kopf machen!

    => lassen Sie sie

    Das können Sie dann dem Vermieter von dieser Jackson zeigen.“, befahl er wütend, während er weiter auf die Leiche schaute.

    Der Constable versuchte nicht auf die toten Überreste der Frau zu schauen: „Gebärmutter, Sir? Sie glauben doch nicht, dass…?“

    Der junge Polizist hatte genug Fallakten gelesen, um zu wissen, dass eine entfernte Gebärmutter nur eines bedeuten kann.

    => Guter Ansatz. Aber warum kommt Goldman nun ausgerechnet darauf, dass der Inspektor die Gebärmutter sucht? Gib Goldman einen Anhaltspunkt für seinen Verdacht.

    Manchmal fragte Abberline sich, warum es überhaupt noch so etwas wie Geheimhaltung bei Scotland Yard gibt, wenn anscheinend jedes dahergelaufenes jüdisches Weichei die Geheimakten lesen kann. Sollen sie doch gleich einmal in der Woche alle Akten der Presse übergeben, so dass sie das Beste herausschreiben können.

    Er schaute seinen Untergeben an, als wolle er ihn allein durch den Blick töten, bevor er erwiderte: „Doch das glaube ich.“

    „Und was machen Sie in der Zwischenzeit, Sir?“, fragte Goldman unbedarft.

    „Ich weiß nicht, was Sie das angeht, aber wenn Sie es unbedingt wissen wollen… Ich werde zum Präsidenten gehen und ihn überreden Freiherr von Blankenfelde herzubeordern.“, antwortete er, stand auf und verließ den Tatort.

    => Was denkt bzw weiß Goldman vom freiherr von Blankenfelde?
    Lasse deine Leser an deinen Gedanken teilhaben.

    ______________________________

    Soviel dazu.
    Da sind eine Menge Zeichensetzungsfehler drin. Such dir am besten einen Betaleser, nachdem du das Ganze überarbeitet hast.

    Ich hoffe, du kannst mit der Kritik etwas anfangen.

    • menschohnenamen says:

      BTW, schalt mal die [...]-Codes frei.. das macht es dir einfacher, meine Kritik zu lesen.
      Habe mit [b] einige Stellen hervorgehoben.

    • PeterGold says:

      Uh, lange und konstruktive Kritik. Finde ich gut. Ich werde mal, wenn ich die Zeit habe auf deine Anmerkungen genauer antworten bzw. eine zweite Version erstellen.

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