1. Lesetag vom Stura der Uni Erfurt

Am Dienstag war ich auf einer Veranstaltung, zu der mich mein Vorstandskollege eingeladen hatte. In dieser sollte es darum gehen, seine eigenen Text vorzulesen. Da ich ja immer bereit bin, mich der Öffentlichkeit zu stellen, dachte ich mir: “Da kannst du mitmachen und dein berühmtestes Werk vorstellen und vorlesen.” Dass der Ausdruck “berühmtestes Werk” bei einem unbekannten Schriftsteller nicht viel bedeutet, dürfte jeden wohl klar sein.

Ich nahm mir also an dem Tag frei (eigentlich hätte ich ja an einer Energiediskussion der Friedrich-Erbert-Stiftng teilnehmen sollen). Zur moralischen Unterstützung brachte ich mir die Korrektur-Fee mit.

Es sollte anders kommen…

Das Wetter spielte nicht mit und die Aktion, die eigentlich im “Grünen Hörsaal” geplant war, wurde im dortigen Studentenclub, das Unikum, verlegt. Der Ansturm drinnen war so überwältigend, dass sich mein Vorstandskollege (Micha), den ich ab sofort hasse, dachte, wir könnten doch ein improvisierten Text schreiben (mit vorgegebenen Satzanfängen). Nach einiger Skepsis und dem ersten Vorlesen, fand ich die Idee gar nicht so schlecht und hoffe, dass der Micha so etwas öfters macht.

Aber hier nun meine Werke (die vorgegebenen Sätze oder Satzanfänge sind dick geschrieben, alle grammatikalischen Fehler habe ich beibehalten):

1. Geschichte

Die Möwe des Sommers hatte sich schon lange gefragt, warum sie eigentlich die Möwe des Sommers war. So weit sie wusste gab es das ganze Jahr über, gab es Möwen. Aber warum Möwe des Sommers? Wahrscheinlich lag es daran, dass irgendein betrunkener Forscher festgelegt hatte, dass es eine Möwe des Sommers geben sollte.

Sie dachte weiter nach.

Ihre blanken Brüste bebten vor Wollust, als sie an ihren Partner dachte. Sie freute sich auf viele Stunden voller partnerschaftlicher Zuwendung, aber sie kam immer noch nicht darüber hinweg, dass sie die Möwe des Sommers sei.

Der Förster beurteilte die Baumblüten nach, als die Möwe ganz in Gedanken in den Baum krachte.

“Das Blut spritzt an die Wand, verdammt noch mal!”, dachte der Förster, als er sah, was mit der Möwe passierte.

“Wer soll denn den ganzen Mist wegmachen?”, schrie er vor sich hin.

Aber er musste es machen. Und so lange noch Wein da war, konnte es nur besser werden.

2. Geschichte und ein paar Wein später (natürlich ohne mich)

Der Ball rollte über den Platz, als ein kleines Kind kam und nach diesen einen Ball griff. Der Ball mit dem das Kind so viele Stunden Spaß hatte. Dieser Ball war ihm besonders lieb.

Das abgerissene Taschentuch lag in der Ecke, welche das Kind vorher benutzt hatte. Ja, “welche”. Das Kind konnte mit ordentlicher Grammatik noch nicht so viel anfangen.

Die Revolution war nicht mehr weit, Eine Grammatik, eine neue Grammatik einzuführen.

Die Bergwelt stand Kopf, als sie von der Idee hörten eine neue Grammatik einzuführen.

“Mahlzeit!”, sagte das Kind, “Mahlzeit wird ab sofort ohne “h” geschrieben.

3. Geschichte und einigen Flaschen später

“Yippie ei jeah, Schweinebacke!”, schrie Horst, als er aus der Dusche kam. Er schrie immer “Yippie ei jeah, Schweinebacke!”, wenn er aus der Dusche kam. Er wusste, er hatte etwas vollbracht.

Er stopfte sich die Taschen voll mit Nichts, denn er kam ja gerade aus der Dusche und hatte ja nichts an. Warum er gerade das Bedürfnis hatte sich die Taschen vollzustopfen, wusste er allerdings nicht. Es waren wieder solche Anwandlungen, wie das Schreien.

Ein Flugzeug donnerte vorbei und störte ihn beim Nachdenken, darüber, was er für Anwandlungen hatte. “Egal.”, dachte sich Horst, “Die Butter gehört nach oben. Ich zieh mich an.” Er zog sich an. Erst die Boxershorts. Dann sein Hemd. Danach seine Hose.

Lichter flammten auf. Natürlich flammten sie auf, denn er hatte auf den Lichtschalter gedrückt, aus Prinzip und weil er nichts sah.

Nazi-Zombies kamen zur Tür herein. “Gott es lief ein Scheiß im Fernsehn.”, dachte er sich, zog sich wieder aus und ging wieder unter die Dusche.

Übrigens hat die Korrektur-Fee eine wunderschöne und vor allem sinnige Geschichte geschrieben, die ich leider nicht mehr habe, sonst würde ich sie veröffentlichen.

Update vom 19.05.2011:

Die Korrektur-Fee hat jetzt ihre Geschichte auch nachgereicht. Wehe es sagt einer, dass sie nicht witzig ist, dann kriegt er es mit dem KV-Erfurt zu tun!

“Yippieehayay, Schweinebacke!” dachte Bruce Willis, als er den neuesten “Stirb langsam”-Film (Teil 23) drehte – “ich bin doch echt zu alt für den Scheiß!” Sollen die doch Miley Cyrus nehmen! Er stopfte sich die Taschen voll mit Donuts und Zuckerwürfeln, die er für die Drehpausen brauchte, um überhaupt noch wach zu bleiben, voll. “Das junge Gör mit ihren 70 Jahren spricht wenigstens die Jugend an.”

Ein Flugzeug donnerte in die Kulissen und er machte sich fast in die Hosen vor Angst! “Nein, ich mach das nicht mehr mit! Ich geh in Rente!!!” Er stiefelte zum Regisseur und sagte: “Die Butter gehört nach oben!” Der zog fragend die Augenbrauen hoch und erwiderte gelassen: “Hä?” – “Ich kündige! Nehmt wen anders, ich zieh an die Riviera!”

Lichter flammten auf und er wurde geblendet. Er schreckte in seinem Bett hoch und dachte: 2050 ist ein Scheißjahr, um ein Comeback zu starten! “Die Zukunft ist scheiße!” Nazi-Zombies kamen zur Tür hereinund wollten ihn zum Mars auf den offiziellen Filmstar-Friedhof zu bringen, er resignierte und dachte: Ich hätte nach “Stirb langsam – Jetzt erst recht” aufhören sollen.

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Piraten

Seit jeher üben die Piraten ein magische Anziehungskraft auf uns aus.

In Filmen wie Captain Blood mit Errol Flynn oder Pirates of the Caribbean mit Johnny Depp werden die Piraten zu Helden erhoben. Zu kantigen, unangepassten zwar, aber trotzdem zu Helden. Sie schlagen sich gegen jede Widrigkeit und vollbringen großartige Taten.

Was ist es, was die Piraten so interessant macht? Warum sieht man in ihnen nicht die Verbrecher, die sie eigentlich sind.

Ich denke es hat mit dem Ruf der Freiheit zu tun, den jeder von uns in sich spürt. Jeder sehnt sich doch danach einmal in seinen ganzen Leben keine Verantwortung haben zu müssen, sich nicht um die Zukunft sorgen zu müssen und einfach nur zu leben. Jeder von uns will in seinen tiefsten Innern die gleiche Freiheit spüren, den die Piraten von damals auf ihren Schiffen spürten, den Wind im Gesicht, das Geräusch des Wassers am Bug und den Geruch der Salzwassers in der Nase. All das sind Dinge, die wir in unseren Herzen haben und immer haben werden.

Menschen wollen frei sein, frei leben und frei sterben. Deswegen sind Piraten so interessant, so wunderbar. Sie repräsentieren unsere tiefsten Sehnsüchte und Wünsche.

Genau das ist der Grund, warum ich Mitglied dieser eine Partei, genannt Piratenpartei bin. Ich liebe die Freiheit und ich will, dass jeder Mensch in den gleichen Genuss dieser Liebe kommt. Dafür kämpfe ich und nehme Widrigkeiten auf mich, um mein Ziel zu erreichen.

Meine Parteifreunde und Ich sind die Helden der Neuzeit.

Wir sind Piraten.

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ALG2 und die Sache mit den Sanktionen

Noch mal kurz als Erinnerung, warum ALG 2 eigentlich verfassungsfeindlich ist.

SGB II

§ 31 Pflichtverletzungen (Quelle)

(1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte verletzen ihre Pflichten, wenn sie trotz schriftlicher Belehrung über die Rechtsfolgen oder deren Kenntnis

1.
sich weigern, in der Eingliederungsvereinbarung oder in dem diese ersetzenden Verwaltungsakt nach § 15 Absatz 1 Satz 6 festgelegte Pflichten zu erfüllen, insbesondere in ausreichendem Umfang Eigenbemühungen nachzuweisen,

2.
sich weigern, eine zumutbare Arbeit, Ausbildung, Arbeitsgelegenheit nach § 16d oder eine mit einem Beschäftigungszuschuss nach § 16e geförderte Arbeit aufzunehmen, fortzuführen oder deren Anbahnung durch ihr Verhalten verhindern,

3.
eine zumutbare Maßnahme zur Eingliederung in Arbeit nicht antreten, abbrechen oder Anlass für den Abbruch gegeben haben.

Dies gilt nicht, wenn erwerbsfähige Leistungsberechtigte einen wichtigen Grund für ihr Verhalten darlegen und nachweisen.

(2) Eine Pflichtverletzung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist auch anzunehmen, wenn

1.
sie nach Vollendung des 18. Lebensjahres ihr Einkommen oder Vermögen in der Absicht vermindert haben, die Voraussetzungen für die Gewährung oder Erhöhung des Arbeitslosengeldes II herbeizuführen,

2.
sie trotz Belehrung über die Rechtsfolgen oder deren Kenntnis ihr unwirtschaftliches Verhalten fortsetzen,

3.
ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld ruht oder erloschen ist, weil die Agentur für Arbeit das Eintreten einer Sperrzeit oder das Erlöschen des Anspruchs nach den Vorschriften des Dritten Buches festgestellt hat, oder

4.
sie die im Dritten Buch genannten Voraussetzungen für das Eintreten einer Sperrzeit erfüllen, die das Ruhen oder Erlöschen eines Anspruchs auf Arbeitslosengeld begründen.

Grundgesetz

Artikel 1 (Quelle)

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

Artikel 12 (Quelle)

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.

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Spiegel der Gesellschaft

Games sind ein Spiegel der Gesellschaft. Natürlich sind sie das, denn jede Form von Kultur – und ja Games gehören zur Kultur – sind ein Spiegel ihrer Zeit. Wenn die Welt friedlich ist, dann sind es auch Spiele und wenn die Welt brutal ist, dann sind die Spiele es ebenfalls.

Zu sagen, dass man durch Video- und Computerspiele gewalttätig wird, ist so, als würde man behaupten, dass man durch die “Mona Lisa” Mordfantasien bekommt. Spiele werden durch die Menschen brutal und nicht umgekehrt. Alle anderen Behauptungen sind nur dazu da um von den wahren Problemen abzulenken.

  • Wie kann es denn anders sein, dass ein Staat anscheinend Billionen (eine Ziffer mit zwölf Nullen) für ein Militär ausgibt, welches es eigentlich in einer globalisierten, von einander abhängigen Gesellschaft gar nicht mehr braucht und stattdessen immer weniger in Kultur, Sozialität und Bildung steckt?
  • Wie kann es anders sein, dass Firmen und Länder gewalttätige Bürgerkriege finanzieren, um ihre Interessen durchzukriegen?
  • Wie kann es sein, dass gewählte Vertreter gegen ihr eigenen Volk vorgehen und versuchen diese in die Schranken zu weisen?
  • Wie kann es sein, dass in einen aufgeklärten und toleranten Staat noch immer Dinge wie Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit entsteht?

So lange sich die Gesellschaft nicht ändert, werden Spiele immer brutal sein und es auch bleiben. So lange sich die Gesellschaft nicht ändert, werden Medien immer brutal sein und es auch bleiben, denn Medien, egal in welcher Form, sind ein Spiegel der Gesellschaft.

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Statistik (2)

Achtung! Der folgende Text ist ein wenig versaut. Weiterlesen nur auf eigene Gefahr (ja, ich weiß, wie man Interesse erweckt).

Es ist lange her, seit ich das letzte Mal in meine Statistik geschaut habe. Deswegen hier meine kleiner Text zu meiner Blogstatistik.

Zu allererst war ich überrascht, dass trotz relativ niedriger Blog-Frequenz meine Besucherzahlen nicht wesentlich in den Keller gegangen sind. Ich komme immer noch auf meine 13 Besucher monatlich (Hey, für mich ist das viel). Sind das Fans, die nach meinen geistigen Ergüssen lechzen und sich jedes Mal in die Hose machen, wenn ich etwas neues schreibe? Oder doch eher Leute die sich hier zufällig verirren?

Wenn ich mir so die Märzzahlen anschaue und bemerke, dass am 3. März die Besucher fast meinen Server zum arbeiten gebracht haben (versteht schon, wenig Besucher: Server arbeitet kaum, mehr Besucher: Server muss arbeiten) und dann noch die Suchbegriffe anschauen, so muss ich sagen, dass die Zahlen wohl eher dem Zufall zuzuordnen sind, als meinen Fans.

So blöd wie es klingt, aber anscheinend scheint Karl-Theodor zu Guttenberg schon auf ein ziemlich großes Interesse zu stoßen. Warum sich jetzt aber 33 Leute fragen, was für eine sexuelle Neigung der Herr hat, kann ich nicht beantworten. Ich würde mal schätzen, dass unser nächster Kaiser garantiert Autosexuell ist (nein nichts mit Automobilen). Btw., weil das grade hier so schön reinpasst. Sehe ich es eigentlich als richtig an, dass die Suche nach “guttenberg talkrunden aufhören” mit 15 Suchenden ein Hilfeschrei darin ist, dass Guttenberg in keiner Talkshow mehr auftreten soll?

Mein Trick, meine Besucherzahlen in die Höhe zu bekommen, indem ich schmutzige Wörter benutze scheint aufzugehen. 27 Leute wollten wissen woher das Wort Möse kommt und sogar 12, die Herkunft der Fotze. Versprochen die Erklärung kommt noch. Ich muss sie nur noch irgendwann mal fertig schreiben. Leider konnte ich einer Suchanfrage nicht helfen. Da ich über ein solches Organ nicht verfüge, kann ich nicht beurteilen, welches Gemüse man sich in die Muschi stecken sollte. Auch mit den Casting von Sklavinnen kann ich nicht helfen. Ich bin mir aber sicher, dass die 5 Besucher meine anderen Texte auch lustig fanden. Einer wollte sogar von mir einen Vergleich verschiedener Mösen haben. Mal schauen, ob sich da was machen lässt…

Einige Leute (7) scheinen sich auch für meine Idee des Politik Tycoons zu interessieren. Ich bin da ja schon dran, am programmieren. Ihr könnt euch ja so lang an meiner “Konkurrenzwebseite” austoben. Da hatte ein anderer nämlich die gleiche Idee wie ich.

Was mit “statistiken leben nach dem tod” von 4 meiner Gäste gemeint ist, möchte mich auch mal interessieren. Ich glaube nicht, dass man darüber verlässliche Statistiken führen kann, wer nun ein Leben nach dem Tod führt oder nicht. Andererseits, kenne ich auch niemanden, der von einen solchen Erlebnis mal berichtet hat.

Zu guter Letzt noch eine Anmerkung: Ich weiß nicht, wie oft ich das noch sagen muss, aber es heißt “Goldman”, mit einem “N” und nicht Goldmann mit zweien. Merkt euch das mal ihr beiden. Sonst besuche ich euch und präge euch das auf meine Art ein (ich weiß wo ihr alle wohnt).

Als Schlusswort vielleicht noch folgender Satz von drei Verwirrten: “moese ist nicht boese

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Warum die Diskussion um den Atomausstieg gerade jetzt wichtig ist

Erst einmal vorneweg. Ich will hier gar nicht über das Für und Wider von Atomkraft reden und auch nicht Argumente bringen, die besagen, was nun besser ist, das wurde schon oft genug getan und wird auch noch in naher Zukunft noch oft getan. Nein ich will nur erläutern, warum ich dafür bin jetzt eine Diskussion um den Atomausstieg zu führen.

Natürlich bin ich nicht so ein Unmensch, dem das Leid der Japaner nicht nahe geht. Ich sehe das Ganze nur ein bisschen differenzierter. Wer über die knapp 12.000 Tote trauert, der muss auch täglich über die 24.000 Hungerstote trauern oder über die Menschen, die derzeit in Libyen durch den dortigen Bürgerkrieg umkommen.

Entsprechend kann ich mich nicht der Argumentation anschließen, wenn man sagt, dass es pietätlos ist jetzt damit Wahlkampf zu betreiben und einen Atomausstieg zu fordern.

Natürlich muss man das jetzt machen!

Der Wähler, speziell der deutsche Wähler leidet nun mal gern unter Gedächtnisverlust und hat in einen Monat vielleicht auch zwei schon wieder vergessen, was da in Japan eigentlich passiert ist. Man kann das derzeit sehr schön an den Umfragewerten der CDU und FDP in Baden-Württemberg sehen. Der Wähler hat anscheinend den Bahnhof in Stuttgart und die damit übertriebene Gewalt der deutschen Polizisten vergessen und geht wieder schön die alten bekannten Parteien wählen. Deswegen ist es ja auch so wichtig das Thema schnell aufzugreifen und so lange wie möglich in den Köpfen der Menschen zu halten, gerade in einem Monat, zu dem gleich drei Landtagswahlen angesagt sind (Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz).

Die Laufzeitverlängerung (auch, wenn sie jetzt für drei Monate ausgesetzt ist) haben uns nun mal die CDU und FDP eingebracht. Entsprechend muss man auch schauen, ob diese Entscheidung von den Parteien die Richtige war und abwägen, ob nicht vielleicht eine andere Partei zu den Landtagswahlen richtig ist (das Gesetz zur Laufzeitverlängerung musste auch durch den Bundesrat). Und wenn die Leute jetzt durch das Unglück in Japan endlich verstehen, dass Atomenergie eben nicht die lustige sichere und billige Energie ist, so bin ich froh, dass dann diesen Monat evtl. ihren Haken woanders setzen.

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Wir haben wichtigere Probleme!

Es kommt ja nicht oft vor, dass ich der Frau Schwarzer zustimmen, aber diesmal muss ich es leider. In der Talkrunde “Anne Will”, in der es um die Plagiatsvorwürfe in der Doktorarbeit eines gewissen Verteidigungsministers ging, war sie zu Gast. Dort sagte sie, dass es schon ein wenig seltsam ist, dass man das jetzt als Hauptproblem von Herrn Dr. zu Guttenberg darin sieht, dass er in seiner Doktorarbeit ein wenig zu lasch mit der Kennzeichnung von Zitaten umgegangen ist.

Man mag sich natürlich fragen, was Frau Schwarzer da zu suchen hatte, die ja bekanntlich darin erfahren ist, Menschen vorzuverurteilen. Aber genauso gut könnte man sich fragen, was der Meister des Plagiats Dr. Dieter Wedel in dieser Runde macht. Vielleicht sucht er wieder eine Idee für eine neue Idee: “Der Fall des Guttenbergs”

Aber kommen wir zum Thema zurück.

Die Doktorarbeit des zu Guttenbergs besteht nun zum Großteil aus Plagiaten. Das hat ein Wiki schon bewiesen und ist auch nicht mehr von der Hand zu weisen. Und ja es ist auch schlimm, wenn es stimmt oder er die Arbeit sogar nicht selbst geschrieben hat. Aber soll der feine Herr zu Guttenberg wirklich wegen diesen Scheiß zurücktreten? Es gibt andere Dinge, die meiner Meinung nach eine ganze Ecke schlimmer sind, als dieser Schwachsinn. So hat er sich z.B. die Reise nach Afghanistan mit Kerner und seiner Frau von der deutschen Steuer zahlen lassen. Von den ganzen Bundeswehrskandalen ganz zu schweigen.

Ich verstehe also nicht, warum dieser Mist so lange in den Twitter-Charts ist. Man sollte dem Typen die Aufmerksamkeit zu kommen lassen, die er verdient. Ein mal kurz berichtet, danach ignoriert. Seine ganze Karriere ist nur darauf aufgebaut Pressewirksam in irgendeine Kamera zu grinsen. Ignoriert den Typen und der verschwindet von der politischen Bildfläche und kümmert euch um die wichtigeren Dinge, z.B.:

Das ist wichtig, aber nicht so ein Schwachsinn wie unser Kriegsminister.

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Klausuren mit Krankheit

Ich hatte ja heute eine Klausur gehabt. Die Klausur selber ist nicht der Rede wert. Was aber witzig war, war die Anfangssituation. Ich habe ja auch aktuell Halsschmerzen und bin teilweise unfähig einen verständlichen Satz rauszubringen bzw. es wird nur ein Krächzen, da mir jeder Ton meine Stimmbänder nach oben holt.

Am Anfang muss man sich, um sich zu Akkreditieren (nein es gibt keine Bändchen) erstmal in einer Schlange anstellen zusammen mit gezückten Ausweis und Studentenausweis. Bis man eben an der Reihe ist.

Dann wird man gefragt: “Name bitte!”

Ich: *unverständliches krächzen*

Akkreditierungs-Dame: “Bitte?”

Ich: “Halsschmerzen…”

Dame: “Ich brauche aber Ihren Namen!”

Ich zeige auf den Namen auf meinem Ausweis: “Hier…”

Dame: “Ah, ok… Moment… Beuster. Ah haben wir da. In Ordnung kommen Sie rein.”

Ich nicke ihr zu und gehe rein.

Gut das mag vielleicht nicht so interessant sein, aber im Moment das Einzige, was ich für wirklich blogbar erachte. Ich will diesen Blog ungern sterben lassen, nur weil ich im Moment wenig Zeit habe. Deswegen liebe Leser erachtet diese als Lebenszeichen von mir.

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Ein offener Brief an Frau Haderthauer

Sehr geehrte Frau Haderthauer,

aktuell machen Sie und Ihr Ministerium ja – zu mindestens in der  Spiele-Gemeinschaft – mit einer Debatte der derzeitige Prüfungsverfahren von USK und BPJM von sich reden [1. http://www.chip.de/news/Dead-Space-2-Freigabe-Bayern-stellt-USK-in-Frage_46706768.html].

In diesem Zusammenhang haben Sie unter anderem bei dem Spiel  „Dead Space 2“ mittels eines so genannten Appellationsverfahren eine erneute Prüfung durch die USK gefordert. Diese kam aber wieder zu dem Entschluss, dass „Keine  Jugendfreigabe“, die beste Einstufung dieses Titels ist. Jetzt fordern Sie eine erneute Prüfung des aktuellen Jugendschutzes, eine „Verbesserung des  USK-Verahrens“ und eine Möglichkeit eine Prüfung durch die BPJM, auch wenn das  USK-Verfahren zu einer eindeutigen Einschätzung kam. Als Grund geben Sie unter  anderem an, dass „im bisherigen Verfahren eine Reihe fachkundiger Gutachter das  Spiel als indizierungswürdig bewertet hatten“.

Inwieweit sehen Sie es als notwendig an, die USK quasi zu entmachten und jede ihrer Entscheidungen auf den Prüfstand zu stellen? Deutschland hat eines der härtesten Jugendschutzgesetze der Welt. Insofern erschließt es sich nicht für mich, dass Sie eine erneute Verstärkung des Jugendschutzes verlangen. Die USK setzt sich aus Vertretern der obersten Landesjugendbehörden, Pädagogen, Journalisten, Sozialwissenschaftler oder Jugendbeauftragter zusammen, die eigentlich aufgrund ihrer Laufbahn wissen sollten, wie man ein Spiel am besten bewertet. Warum also, muss die BPJM noch als zusätzliche  Instanz der Alterseinstufung eingeführt werden?

Wäre es nicht besser, mehr auf die Aufklärung der Eltern und auch Kinder zu setzen, als erwachsenen Menschen den Bezug dieser legalen Medien zu erschweren? Verbote haben selten geholfen ein Problem in den Griff zu kriegen. John B. Priestley hat einmal gesagt: „Verbotenes bekämpft man am besten, indem man es erlaubt.“ Stattdessen sollte es doch möglich sein das ganze Geld, was wir bei ebensolchen Verboten und Kontrollen aufbringen, in die Aufklärung und Bildung zu stecken.

Es stellt sich auch die Frage, warum Computer- und Videospiele vom Jugendschutz härter behandelt werden und durch Ihre Initiative noch härter behandelt werden sollen, als z.B. Filme oder Bücher? Meiner Meinung nach ist das die typische Angst des Menschen vor neuem, vor Dingen, die er nicht versteht.

Im Übrigen würden mich die Namen der genannten „fachkundigen Gutachter“  interessieren, auf dass sich die interessierten Bürger ein Bild von deren Qualifikation und Kompetenz machen können.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Beuster, Mitglied im KV Erfurt der Piratenpartei Deutschland

Dies ist ein offener Brief. Er und Ihre Antwort wird auf www.peter-goldman.de und www.piraten-erfurt.de veröffentlicht.

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Zusätzlich auf, wie schon erwähnt auf www.piraten-erfurt.de. Vielen Dank an André für die Hilfe.

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Storybook – Organize Your Novel

Eigentlich wollte ich keine Texte zu irgendwelchen Tools schreiben, aber dieses muss ich dann doch erwähnen.

Ich bin ja jemand, der immer ein wenig verwirrt durchs Leben geht, soll heißen meine Gedanken springen relativ schnell von einen Punkt zum anderen und ich bin sehr schnell gelangweilt, wenn es nicht schnell genug für mich geht. An sich ist das kein Problem so zu leben, im Gegenteil. Es ist ein geiles Gefühl diese konsequente Dauerverwirrtheit an den Tag zu legen und ich will es auch nicht mehr missen. Problematisch wird die Sache allerdings, wenn ich vor habe ein größeres Projekt zu bearbeiten und zu organisieren. Damit ich mich nicht verzettle und nichts vergessen, muss ich da auf zusätzliche Hilfen zurückgreifen. Natürlich sind diese Hilfen im digitalen Zeitalter alle digital.

Lange musste ich allerdings nach einer Software suchen, die mir beim schreiben von Romanen hilft. Diese Software habe ich jetzt in der aktuellen Chip gefunden. Sie heißt Storybook.

Mit ihr kann der geneigte Autor relativ schnell eine Storyline zusammenschrauben (wenn es denn seine Kreativität zulässt) und somit ziemlich schnell zu einem adäquaten Ziel kommen. Durch dieses Programm werden unübersichtliche Mindmaps durch eine wunderbare übersichtliche Tabellenform ersetzt.

Causa Goldman - Storybook

Vor allem komplexere Projekte, mit unterschiedlichen Storylines, die am Ende zusammengefügt werden, können hier schön übersichtlich und sogar nach Datum sortiert werden. Dabei werden die Kapitel, wie es sich gehört, in Szenen aufgeteilt. Die Anzahl der Szenen kann man natürlich selbst frei wählen. Zu diesen kann man jetzt vorher angelegte Schauplätze und Akteure hinzufügen und entscheiden, wann die Szene spielt.

Als kleines Schmankerl kann man sich noch in Diagrammen anzeigen lassen, welcher Charakter oder Schauplatz wie oft oder wo vorkommt.

Häufigkeit der Personen

Mir erleichtert dieses Programm so einige, da ich nicht mehr ewig in meinem geschriebenen Text rumschauen muss, ob die Person in der vorherigen Szene überhaupt aufgetreten ist, da ich mal wieder mein ganzes Konzept über den Haufen geworfen habe. Ich kann es nur weiterempfehlen.

Im Zuge der Technical Correctness (Piraten sind komisch ich weiß) wird man damit auch keine Probleme haben, da das Programm ein Open-Source-Programm ist.

Bezugsquelle: hier von den Schweizern…

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